Hier kommt mal ein privater Eintrag, denn ich möchte gern Fotos meiner Russlandreise zeigen. Einfach, weil ich es dort so, so schön fand und so begeistert war und bin.
Mitte Mai haben meine Mama und ich eine Flusskreuzfahrt von Sankt Petersburg nach Moskau gemacht. Allein die Tatsache, dass wir diese Reise gemeinsam erleben durften, finde ich schon unglaublich schön. ♥ So konnten wir einfach mal ganz abseits vom Alltag viel Zeit miteinander verbringen und uns in Ruhe unterhalten und austauschen. Meine Mama hat einfach oft staunend da gestanden und konnte es gar nicht glauben. Sie sagte dann sowas wie: „Boah! Ich in Moskau. Ich fasse es ja nicht!“ 🙂 Aber so ging es mir auch.
Ich erzähle immer, dass es eher eine „Rentnerreise“ war. Ich war tatsächlich die drittjüngste Passagierin. Aber egal. Und natürlich war es auch recht touristisch, nicht individuell. Aber all das wusste ich vorher und es war auch völlig okay für mich. Und nun weiß ich, dass ich halt unbedingt wieder nach Sankt Petersburg und Moskau muss, mit mehr Zeit und auf eigene Faust. Der Flug von Frankfurt dauert ja nur ca. 2,5 Stunden. Man ist schnell da. Und kann dann von der einen in die andere Stadt in ca. 4 Stunden mit einem Schnellzug fahren.
Beide Städte sind hochmodern und traditionell zugleich. So viele Gegensätze. Wahnsinnig interessant. Sehr viel Geschichte, Kultur, Kunst. Metropolen. Ja, mir haben es diese beiden Städte sehr angetan. Natürlich auch die Orte, die wir zwischendrin angeschaut haben.
Was mich sehr beeindruckt hat, war die Sauberkeit, in den Großstädten, aber auch unterwegs. Auf keinem Fluss habe ich Mülltüten oder Plastikflaschen schwimmen sehen. Auch nicht an den Ufern.
Wovon ich keine Fotos habe, ist vom Schiff innen *peinlich*. Irgendwie habe ich gar nicht daran gedacht, dass es um des Zeigens Willen doch ganz gut wäre. Aber was soll’s. Die Schiffe sind alle noch aus DDR Zeiten, wurden in den 70ern gebaut. Aber natürlich immer wieder renoviert und modernisiert. Sie haben einen guten Standart und man ist mit ca. 200 Passagieren an Bord. Das Essen war fantastisch, ich würde sagen 4****. Es gab eine große Bar oben an Deck und eine kleine vorne am Bug. Dort saßen wir oft bei Tee oder einem Cocktail und haben auf’s Wasser und die vorbeiziehende Landschaft geschaut. Unterhaltung hätte man dauernd haben können, wenn man wollte. Und natürlich stand jeden Tag ein Ausflug an. Alles perfekt organisiert. Wir hatten an jedem Ort ansässige, deutschsprachige Reiseführerinnen, die wandelnde Lexika waren. Unglaublich, was die alles zur Geschichte der Stadt, den Kirchen, jeder einzelnen Freske und Ikone und überhaupt wussten. Ich konnte nur staunen!
Von Moskau gibt es leider nicht so viele Fotos, da ich den einzigen Tag, den wir komplett da waren, leider krank war. Aber naja…dann muss ich halt noch mal hin. Sagte ich das schon?
Immerhin konnte ich irgendwie durchhalten, um am ersten Abend die Metro-Tour mitzumachen. Tatsächlich eine der schönsten Touren dort für mich!! Die Metro Stationen, die wir angeschaut haben, glichen Museen aus dem 19. Jahrhundert. Wie übrigens ja auch das ganze Stadtbild in Sankt Petersburg und Moskau (inkl. neuer Hochhäuser natürlich). Ich liebe diesen Baustil sehr!
Aber zurück zur Metro in Moskau. Wunderschöne Stationen, mal mit Wandbildern, Stuck, Mosaiken, Tiffany-Glas, wunderbar gemachte Bronzestatuen. Oder allein die Lampen waren unglaublich sehenswert. Am Ende kamen wir am Roten Platz raus, den ich schon tagsüber wirklich beeindruckend fand und auch ergriffen war, tatsächlich dort zu stehen (den Kreml fand ich übrigens nicht so spektakulär…). Bei Nacht ist dort auf dem Roten Platz alles illuminiert. Wie an Weihnachten. Nur mehr. Und das ist noch gar nichts, sagte mein Kollege Denis aus Moskau, denn an Weihnachten dort wird noch viiiiiel mehr illuminiert. Ich fand’s einfach schön und beeindruckend.
Wie man sehen kann ist Russland voller wunderschöner Kirchen. Insbesondere mit wunderschönen Kuppeln. Ja, die hatten es mir angetan. Man kann nun über den Prunk und all das Gold (fast immer echt!!) streiten. Fakt ist, es ist Geschichte, Kultur, Denkmal, erhaltenswert und wunderschön.
Unsere Route führte uns von Sankt Petersburg, die Newa entlang in den Ladogasee (riesig wie ein Meer). Von dort in die Swir mit Stop in Mandrogi (Museumsdorf…sorry…keine Fotos…etwas zu touristisch für mich…aber lecker Tee) in den Onegasee. Dort liegt oben die Insel Kischi mit der berühmten Holzkirche. Wieder zurück und in den Kanal Volgo-Baltiyskiy, weiter zum Weißen See, Stop in der Klosteranlage Goritsy, durch den Fluss Scheksna in den rechten Arm der Wolga mit Stop in der Stadt Jaroslawl, wieder zurück und in den linken Arm der Wolga. Letzer Stop in Uglitsch und dann Ankuft in Moskau. Man sieht übrigens zwei mal Kirchtürme aus dem Wasser ragen. Das sind tatsächlich überflutete Gebiete. Mit Absicht. Versunkene Orte.

Sankt Petersburg

Insel Kischi

Goritsy

Jaroslawl

Uglitsch

Moskau